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Leistungsverzeichnis der molekulargenetischen Tests
Katecholaminerge polymorphe ventrikuläre Tachykardie (CPVT)
Die Katecholaminerge polymorphe ventrikuläre Tachykardie (CPVT) stellt eine seltene (ca. 1:10.000), angeborene kardiale Ionenkanalerkrankung dar, die zu Synkopen und einem plötzlichen Herztod als Folge von Kammerflimmern führen kann. Typischerweise treten Arrhythmieereignisse bei Patienten mit strukturell normalem Herzen und normalem 12-Kanal-EKG im Rahmen von körperlichen oder psychischen Stresssituationen auf, was mit einer erhöhten Freisetzung von Katecholaminen assoziiert ist und bei entsprechender Prädisposition das Auftreten von Arrhythmien begünstigt.

Sowohl polymorphe ventrikuläre Extrasystolen, bidirektionale oder polymorphe ventrikuläre Tachykardien als auch Kammerflimmern können als Manifestation auftreten. Unbehandelt sterben 30-50% der Patienten vor dem 30.Lebensjahr an einem plötzlichen Herztod, der oftmals das erste Symptom der Erkrankung darstellt.

In etwa 40-70% der CPVT-Patienten wurden krankheitsassoziierte Mutationen im Ryanodin Typ2-Rezeptor-Gen (RYR2) identifiziert, dass für einen kardialen Ryanodin-Rezeptor des sarkoplasmatischen Retikulums (SR) kodiert und eine zentrale Rolle bei der Aktivierung der Kardiomyozyten spielt. Mutationen in diesem Gen werden autosomal-dominant vererbt. Seltener sind Mutationen im Calsequestrin-Gen (CASQ2), die in ca. 35-% der Patienten nachweisbar sind und zu einer autosomal-rezessiven Form der CPVT führen.

Liste der prädisponierenden Gene

CALM1, CASQ2, KCNJ2, RYR2, TRDN


Indikation zur genetischen Diagnostik

Begründeter Verdacht auf CPVT nach Ausschluss struktureller Ursachen, wenn:

  • Eigenanamnese: Synkopen, Krampfanfälle, Palpitationen und adrenerger Stimulation
  • unauffälliges Ruhe-EKG, eventuell ausgeprägte Bradykardie
  • positive Familienanamnese für Synkopen, Krampfanfälle, ungeklärte Herztode
  • Auftreten von gehäuften polymorphen ventrikulären Extrasystolen im Belastungs-EKG

Welche Möglichkeiten werden im Befund diskutiert?

1.    Möglichkeit: Es wurde eine krankheitsassoziierte  Mutation nachgewiesen

Die Identifikation von Anlageträgern ursächlicher Mutationen ermöglicht eine rechtzeitige, ggf. präsymptomatische Therapie. Alle Anlageträger sollten Instruktionen zur Anpassung ihres Lebensstils erhalten.

Indexpatienten bzw. Ratsuchende vererben diese Prädisposition mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% auf ihre Nachkommen. Den Kindern und Angehörigen kann auf der Grundlage unseres Ergebnisses eine schnelle Abklärung dieses Risikos angeboten werden.

2.    Möglichkeit: Es wurde keine krankheitsassoziierte Mutation nachgewiesen

Grundsätzlich schließt ein „negatives“ Ergebnis bei der Mutationssuche niemals eine klinisch begründete Diagnose aus. Möglicherweise sind andere Gene involviert, die nicht erfasst werden. Eine familiäre Form kann jedoch nicht ausgeschlossen werden.


Analysemethode
  • Anreicherung aller kodierender Exons einschließlich der Exon-Intron Übergänge mittels Sondenhybridisierung
  • Generierung der DNA-Bibliothek für jeden Patienten
  • Sequenzierung aller Gene mittels der Illumina-Technologie
  • Unabhängige Re-Sequenzierung auffälliger Varianten
  • Datenbank geprüfte klinische Validierung der Varianten

Wir garantieren für jede Analyse eine diagnostische Qualitätssicherung gemäß den europäischen Richtlinien für massive parallele Hochdurchsatz-Sequenzierung.


Auftragserteilung an die Genetische Apparategemeinschaft

Genetische Diagnostik ist Bestandteil des kassenärztlichen Vorsorgeprogramms, geregelt im EBM, §11. Benötigt werden 3ml EDTA Blut innerhalb 24 Std. mit dem Laborüberweisungsschein. Genetische Diagnostik erfolgt grundsätzlich außerhalb des Laborbudgets (Ausnahmekennziffer 32010). Bearbeitungsdauer beträgt ca. 6 Wochen.

 
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